Feste der Religionen

17. Oktober 2014
Sukkot / Laubhüttenfest
Das Laubhüttenfest zählt zu den großen Festen und ist ursprünglich ein Erntedankfest aus der Zeit vor dem babylonischen Exil. Später bekam es eine historischere Bedeutung und erinnerte an den Auszug der jüdischen Menschen aus Ägypten. Während Sukkot wohnt und speist man eine Woche lang in einer aus Tann- oder Palmzweigen selbst gebauten Hütte, durch deren lichtes Dach die Sterne sichbar sind. Gedacht wird auch allen Nomaden und Menschen ohne Haus und Heim heute.
✡ Judentum

 

20. Oktober 2014
Todestag Har Rai
Har Rai war der 7. Guru der Sikh-Religion und regierte im Mittelalter in Nordindien, als diese Religion noch recht jung war. Bedeutend waren seine pazifistische Einstellung und sein Kampf gegen Korruption. Sein Heer setzte er lediglich zu Verteidigungszwecken ein.
☬ Sikhismus

 

23. Oktober 2014
Diwali / Lichterfest  
Diwali feiert einerseits die Rückkehr des Gottes Rama aus dem Exil zurück in seine nordindische Heimat. Andererseits feiert man den Sieg Krishnas über einen Dämon, der tausenden Frauen das Leben gerettet. Die Lichter, die an diesen fünf Tagen in Fenster, Bäume und Strassen gehängt werden, stehen für den Sieg über die Dunkelheit und für die Sichtbarkeit eigener Stärken. Auch in anderen indischen Religionen wie dem Sikhismus oder Jainismus wird Diwali gefeiert.
ॐ Hinduismus

 

25. Oktober 2014
Islamisches Neujahr
Der islamische Kalender ist kürzer als der gregorianische, da er sich an den Mondphasen orientiert und lediglich zeitweise ein Schlaltjahr einschiebt. Zum Neujahr wird die Wanderung des Propheten Mohammed und seiner Anhänger von Mekka nach Medina im Jahr 622 christlicher Zeitrechnung gefeiert. Der Stifter des Islam gründete dort das erste islamische Staatswesen. Da der neue Tag wie im Judentum schon mit Sonnenuntergang beginnt, feiert man den ersten Tag des Neues Jahres bereits vom Vorabend an mit einem reichen Mahl.
☪ Islam

 

31. Oktober 2014
Reformationstag
Der Reformationstag ist ein Feiertag der evangelisch-lutherischen Christen, an dessen Vortag im Jahr 1517 der Theologe Martin Luther angeblich 95 Thesen zur Reformation der Kirche an die Schlosskirche in Wittenberg geschlagen hat. Unter anderem zweifelt er darin den im Katholizismus üblichen Ablasshandel an, der jede Sünde vergibt, wenn man dafür ein finanzielles oder materielles Opfer gibt. Der Reformationstag befasst sich mit der Frage, wie ein durch Sünden belastetes Verhältnis zwischen Mensch und Gott wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann.
✝ Christentum

 

1. November 2014
Samhain
Samhain ist in wichtiges alt-irisches Fest, das am vorabendlichen Sonnenuntergang beginnt. Mit Samhain wird das Ende der Erntezeit und der Beginn des Winters begangen. Zeitweise galt es als keltisches Neujahr und wurde nach dem Mondkalender berechnet. An diesem Tage öffnen sich die Tore der Elfenhügel und man bleibt zu Hause, wenn man nicht auf Wesen aus der Unterwelt stoßen möchte. Andererseits werden die Toten eingeladen, ihr altes Zuhause erneut zu besuchen und mit den Lebenden zu speisen. Samhain ist ein Fest der Dunkelheit, der Erdgötter, der Wiedergeburt, des Erinnerns. Es hat Einflüsse auf das angloamerikanische Halloween (All Hallows Eve) und auf das christliche Allerheiligen gehabt.
☥ Keltische Religion

 

1. November 2014
Allerheiligen
Am katholisch-evangelischen Allerheiligen bzw. Gedenktag der Heiligen wird in Stille sowohl den offiziellen als auch den unbekannten christlichen Heiligen gedacht. Das orthodoxe Allerheiligen wird erst nach Pfingsten begangen.
✝ Christentum

 

3. November 2014
Muharram
Aschura ist ein Feiertag im Muharram – dem ersten Monat des neuen Jahres. Dieser Monat ist ein heiliger Monat des Friedens. Für alevitische und schiitische Muslime ist Muharram zugleich ein Trauermonat wegen des Todes von Imam Al-Husain im 7. Jahrhundert. Es gibt zwei Überlieferungen, an welchem Ort die Überreste des gefallenen Enkels Mohammeds liegen – in der Umayyaden-Moschee von Damaskus oder in der Sayyidna-al-Husain-Moschee in Kairo.
☪ Islam

 

3. November 2014
Aschura
Aschura ist der letzte Tag der 10-tägigen shiitischen Trauerzeit; bei den Aleviten fällt Aschura auf den Tag nach der bei ihnen 12-tägigen Fastenzeit, also drei Tage später. Alevitische und sunnitische Muslime verschenken am Aschura Tag die gleichnamige Süsspeise an Nachbarn und Freunde aus Dankbarkeit, denn vom Propheten Muhammed ist überliefert, dass am Tag von Aschura Moses aus Ägypten das Rote Meer durchquert hat, Hiobs Wunden geheilt wurden und Noah mit seiner rettenden Arche den Berg Cudi erreichte. Bei den Schiiten beinhalten die Feierlichkeiten in Gedenken an den Tod des Imam Al-Husain auch Trauerprozessionen und kultische Inszenierungen seines Martyriums.
☪ Islam

 

11. November 2014
Laternenfest am Martinstag
Sankt Martin ist ein katholischer Feiertag, der der Beerdigung des bescheidenen Heiligen Martin von Tours im 4. Jahrhundert gedenkt. Martin wurde in Ungarn geboren, diente in der römischen Armee, konvertierte zum Christentum, eröffnete im heutigen Frankreich eines der ersten Klöster und wurde schließlich vom Volk zum Bischof von Tours gewählt. Martin ist der erste christliche Heilige, der kein Märtyrer war. Mit Gänseessen, Martinsmusik und Laternenumzügen wird das Teilen unter Armen und Reichen gefeiert und die folgende Fasten- und Adventszeit eingeleitet. Jahrhunderte lang war der Martinstag ein Tag, an dem Pachtverträge endeten, weil der Bewirtschaftungszyklus neu begann.
✝ Christentum

 

12. November 2014
Baha’u’llahs Geburtstag
Baha’u’llahs wurde 1817 in Teheran geboren und ist der Begründer des Bahaitums.
Er setzte sich u.a. für soziale Reformen und eine bessere Stellung der Frau ein. Babismus, der Ursprung dieser Religion, ist eine mytische Auslegung des schiitischen Islam und leidet in seinem Ursprungsland Iran unter starker Verfolgung. Bahai haben ein humanitäres, soziales Gesellschaftsbild und respektieren die Offenbarungen der meisten anderen Religionen.
☆ Baha’i

 

15. November 2014
Fastenzeit
Die mittelalterlichen katholischen Fastenregeln erlaubten eine Mahlzeit am Tag mit Vorratszutaten wie Mehl, Zucker oder Schmalz. Die orthodoxe Fastenzeit entspricht der katholisch-evangelischen Adventszeit; in Regionen des julianischen Kalenders startet sie am 28. November. Der Speiseplan besteht aus gedünstetem Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Getreide und Brot. An bestimmten Tagen ist auch Wein, Öl oder Fisch erlaubt. Die Fastenzeit dient der Andacht, der Reinigung von Körper, Geist und Seele sowie der Nächstenliebe.
✝ Christentum

 

24. November 2014
Brumalien
Brumalien sind alt-römische Festtage, die zu Ehren der Götter Saturn, Demeter und Dionysos gefeiert wurden. Teil des Festes waren u.a. nächtliche Gelage und Unterhaltungen. Während der Brumalien, die bis zum Beginn der Saturnalien am 23. Dezember andauerten, achtete man besonders auf Vorzeichen, da diese als Hinweis auf den weiteren Verlauf des Winters galten. Der Name des Festes kommt vom lateinischen Begriff für Wintersonnenwende. Die Brumalienfeiern wurden im 7. Jahrhundert im Zuge der römischen Christianisierung verboten; seit 2008 werden sie in veränderter Form am Connecticut College in den USA wieder begangen.
☥ Römische Religion

 

24. November 2014
Tod Tegh Bahadar
Tegh Bahadur war der neunte Guru der Sikhs im 17. Jahrhundert. Zu seiner Amtszeit konvertierten viele Muslime und Hindus zum Sikhismus. Bahadurs Sohn wurde nach dessen Hinrichtung der letzte menschliche Guru der Sikhs.
☬ Sikhismus

 

3. Dezember 2014
Bona Dea Fest
Bona Dea (Fauna) ist die Göttin der Erde, der Fruchtbarkeit und Heilung. Die Priesterinnen Ihres Tempels, die dort medizinische Kräuter anbauten, hielten Deas echten Namen geheim. Das geheime Dea Fest unter Weinlaubschmuck, das etwa seit dem 3. Jahrhundert vor christlicher Zeitrechnung im Dezember gefeiert wird, ist nur für Frauen.
☥ Römische Religion

 

6. Dezember 2014
Nikolaustag
Der Heilige Nikolaus war im 4. Jahrhundert Bischof im alt-römischen Myra und galt in der griechischen Kirche als Patron für Seefahrer, Fischer und Händler. So findet man seine Bilder vor allem in Orten am Meer. Eine spätere Legende erzählt von der großzügigen Goldspende Nicolaus an 3 junge Frauen, die somit aus dem Zwang zur Prostitution gerettet wurden. Auch gab es Legenden über den toten Nicolaus als Beschützer der Kinder. Daher stellen selbst in nichtreligiösen Regionen Kinder ihre geputzten Schuhe vor die Tür und freuen sich am 6. Dezember über eine Gabe darin. In Julianischen Kalender-Regionen ist dieser Tag am 19.
✝ Christentum

 

8. Dezember 2014
Buddhas Erleuchtung
Siddhartha Gautama, der historische Buddha, lebte im 4. Jh. vor Christlicher Zeitrechnung und gilt als der Begründer des Buddhismus. Mit 35 meditierte er in Bodhgaya einige Wochen unter einer Pappel-Feige und verlor dabei das Gefühl von Hass und Gier. Vor fünf Begleitern hielt er daraufhin seine erste Rede. Die darin enthaltenen Vier Edlen Wahrheiten sind Grundlage des Buddhismus und beschreiben, das jeder in seinem unbefriedigendem Dasein zufrieden und glücklich werden kann, wenn er die Ursachen des Leids: Hass, Gier, Verlangen, Unwissenheit, Materialismus und Verblendung verliert.
☸ Buddhismus

 

17. Dezember 2014
Lichterfest / Chanukka
Chanukka ist ein Fest das an die Tempeleinweihung erinnert. Aus dem letzten Rest Öl eine Öllampe konnte mystischer weise 8 weitere Tage je eine neue Öllampe aufgefüllt und angezündet werden. Daher stammt der heut übliche neun-armige Chanukka-Leuchter. Das Lichterfest war auch die Befreiung aus der Besatzung durch die alten Griechen, unter der den Juden ihre Religionsausübung verboten war. Chanukka steht somit auch für Religionsfreiheit.
✡ Judentum

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